Rassestandard

FCI Standard Nr. 230 vom 3.5.1990, Ursprungsland Tibet, Patronage England

Allgemeine Erscheinung: Kraftvoll, schwer, gut aufgebaut mit starken Knochen. Sehr eindrucksvoll. Von würdigem, dabei freundlichem Erscheinungsbild.

Charakteristika: Familienhund, Wach- und Schutzhund der langsam ausreift, seinen Höhepunkt frühestens mit zwei bis drei Jahren bei Hündinnen, ein Jahr später bei Rüden erreicht.

Wesen: Zurückhaltend und schützend.

Kopf und Schädel: Ziemlich breit, schwer und kraftvoll. Schädel massiv mit deutlich ausgeprägtem Hinterhauptbein und Stop. Proportionen vom Hinterhauptbein bis zum Stop und vom Stop zum Ende der Nasenspitze gleich, die Nase kann aber etwas kürzer sein. Fang ziemlich breit, gut ausgefüllt und von allen Seiten betrachtet quadratisch. Breite Nase, gut pigmentiert gut geöffnete Nasenlöcher. Lefzen gut entwickelt, mäßig lang. Beim ausgewachsenen Hund einige Faltenbildung am Kopf, erstreckt sich von oberhalb der Augen nach unten bis zu den Fangwinkeln.

Augen: Sehr ausdrucksstark, mittelgroß, jede Schattierung von braun. Gut auseinander eingesetzt, oval und leicht schräg gestellt.

Ohren: Von mittlerer Größe, dreieckig, hängend tief getragen, nach vorne fallend und dicht am Kopf anliegend. Beim aufmerksamen Hund angehoben, Ohrleder mit weichem kurzen Haar bedeckt.

Fang: Scherengebiss. Kiefer kräftig, mit perfektem, regelmäßigem und kompletten Scherengebiss, dabei überlappen die oberen Schneidezähne dicht die unteren und stehen quadratisch zum Kiefer. Zangengebiss akzeptabel. Wichtig ist, dass die Zähne eng aneinander anliegen, um die quadratische Form des Fangs zu erhalten.

Hals:  Stark, gut bemuskelt, gewölbt. Nicht zu viel Wammenbildung. Umgeben von dicker, abstehender Mähne.

Vorhand: Gut zurückgelagerte Schultern, muskulös, starkknochig. Gerade Läufe mit kräftigem, leicht schrägem Vordermittelfuß. Gut ringsum mit kräftigem Haar bedeckt.

Körper: Stark, mit geradem Rücken, muskulös, kaum wahrnehmbare Kruppe. Brust ziemlich tief, von mäßiger Breite, mit guter Rippenwölbung, so dass ein herzförmiger Brustkorb entsteht. Der Brustkorb reicht bis unter die Ellenbogen. Körper geringfügig länger als Widerristhöhe.

Hinterhand: Kraftvoll, Muskulös, mit guter Kniewinkelung und kräftigem, tief gestelltem Sprunggelenk. Hinterläufe von hinten gesehen parallel. Entfernung der Wolfskralle (einzeln oder doppelt) gestattet.

Pfoten: Ziemlich groß, stark, kompakt. Katzenpfoten mit guter Befederung zwischen den Zehen.

Rute: Mittel bis lang, aber nicht tiefer als bis zum Sprunggelenk reichend. In gleicher Höhe wie Rücken angesetzt. Auf einer Seite über dem Rücken gerollt, stark befedert.

Bewegungsablauf: Kraftvoll, frei, immer leicht und elastisch. Bei höherer Geschwindigkeit Tendenz zur mittleren Spur. Im Schritt wirkt die Bewegung langsam und sehr zielbewusst.

Haarkleid: Die Rüden zeigen deutlich mehr Mähne als die Hündinnen. Haarqualität ist wichtiger als Quantität. Vor allem ziemlich lang, dick, bei kaltem Wetter mit starker Unterwolle, die über die wärmeren Monate entschieden dünner wird. Haar fein, aber hart, gerade und abstehend. Niemals seidig, gekräuselt oder gelockt. Schwere Unterwolle - so vorhanden- ziemlich wollig. Hals und Schulterpartie stark behaart, wodurch ein mähnenartiges Aussehen entsteht. Rute buschig, dicht behaart, Hinterläufe im oberen Bereich gut befedert.

Farben: Tiefes Schwarz, Schwarzlohfarben, braun, verschiedene Goldschattierungen, grau mit blau, auch Grau mit blau-lohfarben Markierungen. Lohfarben variiert von sehr reicher Farbe durch bis zu einer hellen Farbgebung. Weißer Fleck auf der Brust erlaubt. Minimale weiße Abzeichnungen an Pfoten akzeptabel.

Lohfarbene und goldene Abzeichen erscheinen über den Augen auf der Brust, im unteren Bereich der Läufe und an der Rute. Lohfarbene Abzeichen am Fang, brillenförmig um die Augen.

Größe: Rüden 66 cm Wiederristhöhe im Minimum, Hündinnen 61 cm Minimum.

Fehler: Jede Abweichung von den vorstehenden Merkmalen muss als Fehler angesehen werden, die Ernsthaftigkeit dieses Fehlers sollte immer im exakten Verhältnis zu seiner Schwere stehen.

Anmerkung: Rüden müssen immer zwei deutlich normale Hoden, voll in den Hodensack abgestiegen, zeigen.